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Wie reinige ich Brunnenfilter und Brunnenrohr?

Den Filter siehst du von oben nicht, nur seine Wirkung. Reinigen heißt Ursache klären, mechanisch und bei Bedarf chemisch regenerieren und danach mit Fördermenge und Kamera kontrollieren. Hochdruck und Druckluft gehören nicht zu den Laienmitteln.

Rohr, Filter und Kies sind nicht dasselbe

Das Rohr ist der sichtbare Teil. Der Filter mit seinen Schlitzen und der Kies drumherum sind der Ort, an dem Wasser einströmt und Ablagerungen entstehen. Nur im Rohr zu putzen nützt wenig, wenn Kies oder Boden außen zu sind.

Wie der Zustand bestimmt wird

  • Am schnellsten zeigt der Einlauftest, ob die Filterstrecke frei ist.
  • Fachleute vergleichen Fördermenge und Absenkung (spezifische Ergiebigkeit). Wird der Wert über die Zeit kleiner, spricht das für Probleme im Filterbereich.
  • Eine Kamerabefahrung zeigt den Zustand direkt und wird vor jeder Regenerierung empfohlen.

Mechanisch und chemisch

Mechanisch heißt Bürsten, Auspumpen und Spülen. Chemisch kommen Reiniger dazu, die Eisen- und Manganbeläge lösen. Weil dabei Stoffe ins Grundwasser gelangen, gilt der Grundsatz: so wenig Chemikalien wie nötig. Nach dem Einwirken muss die Lösung ausgetragen werden, bis das Wasser klar ist.

Was du lassen solltest

  • Keine Hochdruckreiniger und keine Druckluft im Brunnen.
  • Keine Chemie ohne Klarheit über das Filtermaterial.
  • Nicht jedes Leistungsproblem ist ein Filterproblem. Erst messen, dann handeln.

Den Erfolg prüfen

Miss die Fördermenge vorher und nachher mit gleicher Pumpe, gleicher Fördermenge und gleicher Pumpdauer und vergleiche den Wert. Bei Trinkwasser gehört eine Wasserprobe dazu.

Wasserrecht nicht vergessen

Chemische Regenerierung bringt Stoffe ins Grundwasser und braucht fachlich eine wasserrechtliche Erlaubnis. Wie das bei Gartenbrunnen gehandhabt wird, sagt dir die Untere Wasserbehörde. Auch das Abpumpwasser vorher mit dem Kanalbetreiber klären.

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Welche Ursache steckt bei dir dahinter?

Der Brunnen-Check grenzt sie mit fünf Fragen ein.

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