Der Filterbereich lässt Wasser aus dem Boden in den Brunnen und hält den Sand zurück. Fast jedes Problem auf dieser Seite spielt sich dort ab.
So ist er aufgebaut
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Wie das Wasser durch den Filter kommt

Beim Pumpen strömt das Wasser aus dem Boden durch die Kiesschüttung auf die Filterschlitze zu. Je näher am Filter, desto enger wird der Weg. Genau dort bilden sich auch die Ablagerungen, weil sich im Nahbereich Wasser mit unterschiedlichem Sauerstoffgehalt mischt und weil feine Teilchen angespült werden. Darum nützt es wenig, nur im Rohr zu putzen, wenn der Kies oder der Boden außen zu ist.
Schlitzweite und Kies müssen zum Boden passen
Der Filter soll Wasser durchlassen und Sand zurückhalten. Dafür muss er zur Kornverteilung des Bodens passen, die man mit einer Siebanalyse bestimmt. Ist er zu grob, kommt Sand mit. Ist er zu fein, setzt er sich schneller zu. Nach dem Bau wird der Brunnen entwickelt: Das Feinkorn rund um den Filter wird ausgespült, damit ein stabiler, durchlässiger Bereich entsteht. Wurde das nicht sorgfältig gemacht, zeigt sich das später als Sand. Bau- und Planungsfehler schränken zudem ein, wie gut sich ein Brunnen später regenerieren lässt. Für den Filterkies gibt es eine eigene Norm (DIN 4924).
Je nach Brunnenart sieht der Filter anders aus
- Bohrbrunnen
- Filterrohr mit Schlitzen, darum eine Kiesschüttung, darüber eine Abdichtung (häufig Ton), die Oberflächenwasser fernhält.
- Rammbrunnen (Schlagbrunnen)
- Ein Rohr aus Kunststoff (PE) oder Stahl mit Filterspitze wird mit einem kräftigen Wasserstrahl in den Boden eingespült. Eine Kiesschüttung gibt es dabei nie: Das Wasser tritt aus dem umgebenden Sand direkt in den Filter ein. Er ist flach und schnell gebaut, reagiert aber empfindlich auf Sand und Zuwachsen.
- Schachtbrunnen
- Gemauert oder aus Betonringen gesetzt, das Wasser tritt meist durch die Sohle und Fugen ein. Die offene Bauweise lässt Verunreinigungen von oben leichter hinein.
Das Material zählt
Filter und Rohre bestehen aus Kunststoff (PVC oder PE), Edelstahl oder Stahl, bei Rammbrunnen aus PE oder Stahl. Das Material bestimmt, welche Reinigung geeignet ist. Das Sicherheitsdatenblatt eines Brunnenreinigers nennt zum Beispiel Metalle als unverträglich. Kläre das Material also, bevor du Chemie einsetzt. Stahl kann außerdem korrodieren, auch das zählt zur Brunnenalterung.
Den Zustand des Filters von oben beurteilen
Du siehst den Filter nicht, aber seine Wirkung. Am schnellsten zeigt der Einlauftest, ob der Filter frei ist. Fachleute vergleichen die Fördermenge mit der Absenkung des Wasserspiegels (spezifische Ergiebigkeit). Wird der Wert über die Zeit kleiner, spricht das für Probleme im Filterbereich und nicht für die Pumpe oder das Grundwasser.
Absenkung ist der Unterschied zwischen Ruhe- und Betriebswasserstand. Miss immer gleich: gleiche Pumpe, gleiche Fördermenge, gleiche Pumpdauer.
Liter pro Minute und Meter Absenkung
Notiere den Wert bei jeder Messung. Fällt er über Monate, lohnt eine genauere Prüfung. Ein einzelner Wert sagt wenig.
Was du lassen solltest
- Keine Hochdruckreiniger und keine Druckluft im Brunnen: Das kann Schlitze beschädigen und den Kies setzen.
- Die Pumpe nicht trockenlaufen lassen.
- Keine Chemie ohne Klarheit über das Filtermaterial.
- Nicht jedes Leistungsproblem ist ein Filterproblem. Erst messen, dann handeln.
Welches Problem steckt in deinem Filter?
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