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Verschleimen: Biofilm im Brunnen

Ein Biofilm legt sich auf Filter und Kies.

Bakterien und Pilze bilden Beläge, die den Filter zusetzen. Gesundheitlich wichtig wird das vor allem, wenn du das Wasser trinkst oder zum Kochen nutzt.

Nicht sicher, was bei dir vorliegt? Mach den Einlauftest: Versandet oder verockert?

Was dir auffällt

  • Schleimige, gallertartige oder fadenförmige Beläge an Pumpe, Rohr oder Filter
  • Fauliger Geruch oder Schwefelgeruch
  • Trübes oder flockiges Wasser
  • Die Leistung sinkt, oft zusammen mit Verockerung

Was da im Rohr wächst

Nährstoffe wie organische Stoffe und Stickstoffverbindungen im Wasser füttern Mikroorganismen. Sie bilden einen Biofilm, eine schleimige Schicht, die am Filter haftet und die Poren zusetzt. Fachleute zählen die Verschleimung zu den eigenständigen Alterungsarten. Als Nährstoffquelle nennt eine Fachfolie ausdrücklich auch Reste organischer Bohrspülungs- und Regeneriermittel.

Ein Biofilm kann Keimen Schutz bieten. Schleim allein beweist keine Gesundheitsgefahr, schließt sie aber auch nicht aus. Nur eine Wasseranalyse schafft Klarheit.

Wie der Filterbereich aufgebaut ist

Wie ernst ist das?

Nur Gartenbewässerung: meist ein technisches Problem, die Ursache lohnt sich trotzdem.
Trinkwasser, Küche, Kinder oder Tiere: mikrobiologische Untersuchung ist nötig. Am Beispiel Berlin werden Anlagen zur Eigenversorgung in der Regel einmal jährlich untersucht, Ergebnisse gehen an das Gesundheitsamt. Die Regeln vor Ort können abweichen.
Geruch, Trübung oder Krankheitssymptome: Wasser nicht trinken, Fachlabor oder Gesundheitsamt kontaktieren.

Was du selbst prüfen kannst

  • Beläge an Pumpe oder Zugseil ansehen und daran riechen.
  • Geruch nach Stillstand prüfen.
  • Mikrobiologische Wasserprobe über ein akkreditiertes Labor, mit der Probenahme-Anleitung des Labors.
  • Umgebung prüfen: Dünger, Jauche, undichte Abwasserleitungen, Gartenteich, dichte Brunnenabdeckung.

Was wirklich hilft

Selbst. Ursachen abstellen: Abdeckung dicht, kein Oberflächenwasser, Abstand zu Dünger und Abwasser. Wasser untersuchen lassen. Keine Desinfektionsmittel in Eigenregie mischen: Oxidationsmittel wie Chlor oder Wasserstoffperoxid vertragen sich mit manchen Reinigern nicht.

Fachbetrieb. Mechanische Reinigung, danach bei Bedarf Desinfektion mit geeigneten Mitteln und Kontrolluntersuchung. Chemische Regenerierung und Desinfektion brauchen fachlich eine wasserrechtliche Erlaubnis, das regelt das Landesrecht.

Damit es nicht wiederkommt

  • Brunnenkopf dicht, Abdeckung intakt
  • Oberflächenwasser fernhalten
  • Pumpe nicht lange stillstehen lassen
  • Bei Trinkwassernutzung regelmäßig untersuchen lassen

Nicht sicher, ob es Schleim ist?

Der Brunnen-Check grenzt es in fünf Fragen ein.

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