Brunnenregenerierung stellt die Leistung eines gealterten Brunnens wieder her, indem Filter und Umgebung durchlässig werden, nicht nur das Rohr sauber. Sie lohnt sich, wenn die Leistung merklich sinkt und die Ursache im Filterbereich liegt.
Regenerierung oder Reinigung?
Im Alltag werden beide Wörter oft gleich benutzt. Gemeint ist bei der Regenerierung, die Durchlässigkeit des Filterbereichs wieder herzustellen. Es genügt nicht, das Rohr innen zu säubern, denn Ablagerungen sitzen im Nahbereich des Filters, im Kies und im Boden. Wie der Aufbau aussieht, zeigt die Seite Filterbereich.
Wann ist sie nötig?
- Die Fördermenge sinkt über Monate oder Jahre, die Absenkung wird größer.
- Die spezifische Ergiebigkeit (Liter pro Minute und Meter Absenkung) fällt über die Zeit. Das spricht für Probleme im Filterbereich und nicht für Pumpe oder Grundwasser.
- Faustregel: Ab 10 bis 20 Prozent Leistungsverlust gilt ein Brunnen als fortgeschritten gealtert. Wasserwerke regenerieren in der Regel, bevor die Leistung unter 80 Prozent fällt.
Wie ein Fachbetrieb vorgeht
- Zustand prüfen: Kamerabefahrung, Fördermenge, Wasseranalyse
- Mechanisch reinigen: Bürsten, Auspumpen, Spülen
- Bei Bedarf chemisch regenerieren, mit so wenig Chemikalien wie nötig
- Kontrolle mit Kamera und Fördermenge, Protokoll, geklärte Entsorgung
Das Regelwerk dazu ist das DVGW-Arbeitsblatt W 130 (Brunnenregenerierung). Bau- und Planungsfehler schränken ein, wie gut sich ein Brunnen später regenerieren lässt.
Was du vorher selbst tun kannst
Ursache klären mit dem Einlauftest und dem Brunnen-Check, Fördermenge messen und ein Logbuch führen.
Wasserrecht nicht vergessen
Chemische Regenerierung bringt Stoffe ins Grundwasser und braucht fachlich eine wasserrechtliche Erlaubnis. Wie das bei Gartenbrunnen gehandhabt wird, sagt dir die Untere Wasserbehörde. Auch das Abpumpwasser vorher mit dem Kanalbetreiber klären.
Weiterlesen: Der Filterbereich: Aufbau und Zonen
Welche Ursache steckt bei dir dahinter?
Der Brunnen-Check grenzt sie mit fünf Fragen ein.
Zum Brunnen-Check