Bei Bohrbrunnen sitzt der Belag oft nicht nur im Filterrohr, sondern auch in der Kiesschüttung. Mit zunehmender Tiefe wird Reinigen Sache von Fachbetrieben. Für flache Gartenbrunnen gibt es Fertigreiniger mit Anleitung.
Weiterlesen: Einlauftest: Versandet oder verockert?
Wie ein Bohrbrunnen aufgebaut ist
Ein Filterrohr mit Schlitzen, darum eine Kiesschüttung im Ringraum, darüber eine Abdichtung, häufig aus Ton, die Oberflächenwasser fernhält. Das Wasser strömt aus dem Boden durch den Kies auf die Schlitze zu. Genau dort bilden sich Ablagerungen. Mehr dazu: Filterbereich.
Was das fürs Reinigen heißt
- Nur im Rohr zu putzen reicht nicht, wenn Kies oder Boden außen zu sind.
- Das Material (PVC, PE, Edelstahl, Stahl) bestimmt, welche Reinigung geeignet ist. Bei einem Reiniger nennt das Sicherheitsdatenblatt zum Beispiel Metalle als unverträglich.
- Bei Trinkwasserbrunnen ist die Eignung der Zitronensäure-Mittel nicht belegt. Hier gehört ein Fachbetrieb dazu.
- Der Hersteller des Wessoclean verlangt bei sehr tiefen Brunnen Rücksprache.
Was du selbst tun kannst
- Mit dem Einlauftest prüfen, ob der Filter zu ist.
- Fördermenge und Wasserstand messen und notieren.
- Bei flachen Gartenbrunnen mit verockertem Filter einen Fertigreiniger mit Anleitung erwägen (Produkte im Datenblatt-Check).
Was du lassen solltest
Keine Hochdruckreiniger, keine Druckluft, die Pumpe nicht trockenlaufen lassen, keine selbst gemischte Chemie. Falscher Druck oder falsche Mittel können die Filterzone beschädigen.
Wann Fachbetrieb
Bei tiefem Wasserstand, Sand, Trinkwassernutzung, unklarem Material oder wenn der Brunnen sehr tief ist. Der Betrieb prüft mit Kamera und Wasseranalyse, reinigt mechanisch und bei Bedarf chemisch und kontrolliert danach die Fördermenge.
Wasserrecht nicht vergessen
Chemische Regenerierung bringt Stoffe ins Grundwasser und braucht fachlich eine wasserrechtliche Erlaubnis. Wie das bei Gartenbrunnen gehandhabt wird, sagt dir die Untere Wasserbehörde. Auch das Abpumpwasser vorher mit dem Kanalbetreiber klären.
Erst prüfen, dann handeln.
Fünf kurze Fragen zeigen, was bei deinem Brunnen am ehesten los ist.
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