
Brunnenreiniger auf Zitronensäure-Basis
Anzeige. Das sind Werbelinks zu Händlern: Wenn du darüber kaufst, erhalten wir möglicherweise eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Packungsgröße und Preis prüfst du beim Händler.

Für wen, für wen nicht
Für wen. Für verockerte Schlag- und Bohrbrunnen, die für Bewässerung genutzt werden. Der Hersteller beschreibt die Anwendung ohne Pumpenausbau.
Für wen nicht. Nicht gedacht, um Sand oder zu wenig Grundwasser zu beheben. Für Trinkwasserbrunnen und für Brunnen mit Metallausbau ist die Eignung nicht belegt.
Datenblatt-Check
- Hauptbestandteil
- Zitronensäure, über 70 Prozent. Weitere Bestandteile sind nicht angegeben.
- Form
- Weißes, geruchloses Pulver. Die Arbeitslösung wird in Wasser angemischt, die Menge richtet sich nach Brunnenart und Tiefe laut Herstellertabelle.
- Packungsgrößen
- 400 g, 4 kg und 20 kg. Händler schnüren gern auch Pakete mit Preisvorteil, ein Blick auf die Angebote lohnt sich.
- Anwendung
- Schlauch mindestens 5 m tief einbringen, Ventil zu den Verbrauchern schließen, 12 bis 14 Stunden einwirken lassen, nicht länger als 24 Stunden. Danach klarpumpen.
- Gefahr
- Das Konzentrat reizt die Augen stark (H319). Dichtschließende Schutzbrille, Nitrilhandschuhe, Staub vermeiden.
- Umwelt
- Biologisch leicht abbaubar, Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend). Bei sachgemäßer Verwendung keine ökologischen Probleme zu erwarten. Die Arbeitslösung ist deutlich konzentrierter als die geprüften Toxizitätswerte, Verdünnung und Abpumpen sind wichtig.
- Unverträglich mit
- Metallen, Oxidationsmitteln (z. B. Chlor, Wasserstoffperoxid), Basen, Reduktionsmitteln. Nicht in Metallbehältern lagern.
- Widersprüche
- Kreislaufspülung: 2 bis 4 Stunden (Prospekt) gegen 1 bis 2 Stunden (Arbeitsanleitung). Entsorgung: Kompost oder Kanalisation (Prospekt) gegen nur Kanalisation (Anleitung), das Sicherheitsdatenblatt verweist auf örtliche Vorschriften.
- Noch offen
- Übrige Bestandteile, Eignung bei Metallausbau, Freigabe für Trinkwasserbrunnen, aktuelle Fassung des Sicherheitsdatenblatts (Stand 2019).
Und die Zitronensäure aus dem Supermarkt? Der Hauptwirkstoff ist derselbe. Der Unterschied liegt in Rezeptur, Dosierung nach Brunnentiefe, Einwirkzeit, Abpump-Anleitung und Sicherheitsdaten. Wer ohne solche Vorgaben einkippt, arbeitet ohne diese Kontrolle. Weil leicht abbaubare organische Stoffe auch Mikroorganismen nähren können, ist gründliches Klarpumpen wichtig.
Wasserrecht. Chemische Regenerierung bringt Stoffe ins Grundwasser, fachlich braucht sie eine wasserrechtliche Erlaubnis. Wie das bei Gartenbrunnen gehandhabt wird, erfährst du bei der Unteren Wasserbehörde. Auch die Einleitung ins Abwasser vorher mit dem Kanalbetreiber klären.
Was du sonst noch brauchst
Tauchpumpe oder Trichter und Schlauch, Anmischbehälter aus Kunststoff, Schutzbrille und Handschuhe, Eimer und Stoppuhr für die Fördermenge vorher und nachher.
Wann lieber ein Profi
Wenn der Wasserstand tief ist, Sand kommt, Trinkwasser genutzt wird oder der Brunnen sehr tief ist (der Hersteller verlangt dann Rücksprache).
Beziehen
Erst den Einlauftest machen, dann bestellen.
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