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Kann ich Brunnenreiniger selber machen?

Davon raten wir ab. Haushaltsmittel haben keine Dosierung, keine Anleitung und keine Sicherheitsdaten. Säuren und Oxidationsmittel zu mischen kann gefährlich sein. Ein Fertigmittel mit Anleitung ist die kontrolliertere Wahl.

Weiterlesen: Wessoclean Aqua Typ 1 im Datenblatt-Check

Warum wir davon abraten

  • Keine Dosierung: Wie viel du für deinen Brunnen brauchst, hängt von Tiefe und Volumen ab. Ohne Herstellertabelle ist das Raten.
  • Keine Sicherheitsdaten: Starke Säuren reizen Augen, Haut und Atemwege. Das Wessoclean-Konzentrat reizt die Augen stark.
  • Unverträglichkeiten: Laut Wessoclean-Datenblatt sind Metalle, Oxidationsmittel wie Chlor und Wasserstoffperoxid, Basen und Reduktionsmittel unverträglich. Mittel nie mischen oder nacheinander im selben Brunnen ansetzen, ohne gründlich zu spülen.
  • Folgen im Brunnen: Reste leicht abbaubarer organischer Stoffe können eine Verschleimung fördern.
  • Wasserrecht: Auch ein selbst angesetztes Mittel bringt Stoffe ins Grundwasser.

Was Fertigmittel besser machen

Dosiertabelle, Einwirkzeit, Anleitung zum Abpumpen und ein Sicherheitsdatenblatt. Im Datenblatt-Check steht, was bei Wessoclean, Holzum und CARELA belegt ist und was offen bleibt.

Was du selbst gut tun kannst

  • Mit dem Einlauftest klären, ob der Filter zu ist.
  • Fördermenge, Wasserstand und Wasserfarbe in einem Logbuch festhalten.
  • Sauerstoffeintrag vermeiden, etwa mit einem luftdichten Brunnenkopf.
  • Den Brunnen gleichmäßig nutzen statt monatelang stillzulegen.

Wasserrecht nicht vergessen

Chemische Regenerierung bringt Stoffe ins Grundwasser und braucht fachlich eine wasserrechtliche Erlaubnis. Wie das bei Gartenbrunnen gehandhabt wird, sagt dir die Untere Wasserbehörde. Auch das Abpumpwasser vorher mit dem Kanalbetreiber klären.

Erst prüfen, dann handeln.

Fünf kurze Fragen zeigen, was bei deinem Brunnen am ehesten los ist.

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